Jawbone UP – first review

Wie einige sicher bereits über twitter mitbekommen haben, bin ich seit ca. 1 Woche stolzer Besitzer eines Jawbone UP Bands. Das UP ist im Moment leider noch nicht in Europa verfügbar, aber dank einer Bekannten, die in die USA geflogen ist, hat sich eine Möglichkeit ergeben, es vor dem Europastart schon zu bekommen. 

Hier nun mein erster Eindruck:

Das Band selbst ist sehr leicht und angenehm zu tragen. Im Vergleich zum Nike Fuelband wird es nicht mit einem Verschluss zugemacht, sondern durch überlappende Enden einfach fixiert. Mein Fuelband ging teilweise versehentlich auf und dadurch bestand das Risiko das Band unbemerkt zu verlieren. Mit dem UP kann das nicht passieren. Es fühlt sich angenehm auf der Haut an und sieht auch für meine Begriffe noch modisch aus, gerade wenn man es jeden Tag tragen will.

jawbone up

Der Akku hält laut Angabe von Jawbone ca. 10 Tage. Vom Gefühl her kann ich das bestätigen, wobei ich generell meine Devices regelmäßig auflade und somit selten bis an den leeren Akku komme. Das Auffüllen der Stromreserveren funktioniert einfach über das Anstecken eines USB-Kabels welches am Jawbone UP über einen Klinkenstecker angesteckt wird. Durch die Verwendung der Klinkensteckerbuchse kann das Band selbst sehr schmal sein – gerade im Vergleich zum Nike Fuelband, das ja mit einem „normalen“ USB-Steckplatz auch ein breites Band voraussetzt.

Einen „verschmerzbaren“ Nachteil im Vergleich zum Fuelband ist die Art wie die Daten vom Band in die App synchronisiert werden. Das Fuelband bietet hier Bluetooth. Das UP kann leider nur über das Anstecken des Bands an die Kopfhörerbuchse des Iphones synchronisiert werden.

Auf dem UP gibt es nur eine einzige Taste. Durch Drücken kann man verschiedene Modi ein- oder ausschalten. Bisher nutze ich nur den Wechsel von der Tag- zur Nachteinstellung.

Was wäre das Band ohne der passenden App? Nichts, und die App ist wirklich beeindruckend. Hier handelt es sich nicht so wie bei Nike um ein reines Fungerät, sondern tatsächlich um ein Monitoring des eigenen Lebens in diversen Phasen die wir tagtäglich durchlaufen.

Folgende Funktionen bietet die UP App:

  • Schritteaufzeichnung
  • Aktivitätentracking
  • Schlafphasenwecker mit Aufzeichnung der Schlafphasen
  • Powernapwecker
  • Erinnerung bei Inaktivität über gewissen Zeitraum (Idle-Alert)
  • Stoppuhr
  • Ernährungstagebuch

Ähnlich wie beim Fuelband setzt man sich ein tägliches Ziel, was die Bewegung betrifft (Schritte). Zusätzlich wird hier aber die Anzahl an Stunden, die man schlafen möchte, definiert.

Settings Jawbone UP

Bisher getestet habe ich die Funktionen des Schlafphasenweckers, das Ernährungstagebuch und den Idle-Alert.

Schlafphasenwecker:

Die Aktivierung funktioniert denkbar einfach. Band ans Iphone stecken, App aktivieren und den gewünschten Zeitpunkt der spätestmöglichen Weckung definieren. Zusätzlich gibt man noch ein wie viele Minuten vorher der Wecker maximal „vibrieren“ darf. Durch das Aufzeichnen der Bewegungen im Schlaf erkennt das Band den besten Zeitpunkt im definierten Weckintervall und beginnt dann zu vibrieren. Ein Vorteil ergibt sich dadurch: Der Partner wird nicht durch lautes Läuten geweckt, da nur das Band am Handgelenk vibriert.

Smart Sleep Alarms Jawbone UP

Fazit: funktioniert wunderbar und auch die Schlafphasen werden soweit möglich richtig erkannt und aufgezeichnet.

Ernährungstagebuch:

In Sachen Ernährungstagebuch bietet die App eine Vielzahl an Möglichkeit um die Speisen zu speichern. Es gibt es die Möglichkeit den Produkt-Barcodes zu scannen, das Produkt aus einer Liste auszuwählen, oder die Speise direkt anzulegen, falls sie nicht in der Liste aufscheint. Natürlich kann man zu jedem Essen auch ein Foto aus der Bibliothek hinzufügen. Derzeit ist die Angabe der Mengen noch etwas mühsam da in der App bisher nur amerikanische Einheiten (zB.: oz) ausgewählt werden können. Ich nehme aber an, dass mit dem Europastart eine deutschsprachige App in den Stores verfügbar sein wird, die auch kg oder g als Einheit erlauben.

Ernährungstagebuch Jawbone UP

Timeline Jawbone UP

Fazit: funktioniert denkbar einfach und die persönliche Timeline zeigt die Speisen übersichtlich mit Uhrzeit und kcal an

Idle-Alert:

Den Idle-Alert aktiviert man ähnlich wie den Schlafphasenwecker. Band anstecken und einfach in der App definieren wie lange der Inaktivitätszeitraum sein darf. Nach Ablauf dessen beginnt das Band ein paar mal kräftig am Handgelenk zu vibrieren.

IdleAlert Jawbone UP

Fazit: funktioniert super und der Einsatz kann von jedem selbst definiert werden. Ich nutz es zum Beispiel als Reminder um wieder einmal zum Wasserglas oder zur Teekanne zu greifen.

weitere Infos gibts auf der Website von jawbone: https://jawbone.com/up

Ich bin sehr zufrieden und meine Anfangsbegeisterung ist definitiv geblieben. Also gibt es hier eine 100%ige Kaufempfehlung!

UPDATE: Liferadio hat mich zum UP interviewt. Hier gibts den Beitrag zum Nachhören.

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