ich bin dann mal offline

Als erstes Buch in meiner neuen Kategorie „Lesestoff“ möchte ich euch das Buch „ich bin dann mal offline“ von Christoph Koch vorstellen.

Zum Autor:

Christop Koch ist freier Autor und schreibt neben anderen Zeitungen für die Die Zeit,  das SZ Magazin und brand eins.

 

Zum Buch:

Christoph Koch zieht in eine neue Wohnung und erlebt das für uns beinahe Undenkbare. Es ist kein Telefon-, und somit kein Internetanschluß vorhanden. Für einige mag dies nicht weiter schlimm sein, für Christoph war es eine Katastrophe. Dinge wie Recherchieren, Freunden Mails schicken, Twittern, Essen bestellen, usw. werden plötzlich extrem aufwändig, um nicht schier unmöglich zu sagen. Was macht Christoph? Er geht in einen Handyladen und holt sich einen UMTS-Stick mit einer 2-Jahresbindung der ihm lediglich 600 Euro aus der Geldtasche zieht.

Es kommt was  kommen muss! Ein Vergleich der Freundin die meint Christoph würde lieber auf Sie verzichten als auf sein geliebtes Internet. Und natürlich kommt auch hier was kommen muss. Wir Männer wollen natürlich beweisen, dass wir ohne Probleme ohne Internet auskommen und dieser Vergleich extrem weit hergeholt ist.

Die Folge:
Christoph startet den Selbstversuch und zwingt sich für mindestens einen Monat auf das geliebte Medium Internet zu verzichten. Um die Ausmasse dessen klar zu machen möchte ich hier die 10 Gebote der Internetlosigkeit wiedergeben.

  1. Du sollst kein Internet haben in deinem Haus und in deiner Hosentasche.
  2. Du sollst das Internetcafe und alle sonstigen öffentlichen Onlinezugänge meiden.
  3. Du sollst deinen Computer gebrauchen, um Texte zu schreiben.
  4. Du sollst nicht Minesweeper spielen.
  5. Wenn dein Nachbar erzählt, was er „Verrücktes“ auf Spiegel Online gelesen hat, sollst du nicht abwenden.
  6. Du sollst nicht selbigen Nachbarn beauftragen, etwas für dich zu googeln, eine Bahnfahrt online zu buchen oder eine Mail in deinem Namen zu schreiben.
  7. Du sollst nicht begehren deines Nachbarn Internetzugang, sein iPhone oder Blackberry.
  8. Du sollst nicht auf Papier lesen, was dein Nachbar für dich aus dem Internet ausgedruckt hat.
  9. Du sollst dir kein Faxgerät anschaffen. Wenn du bereits ein Faxgerät besitzt, so sollst du es benutzen nach deinem freien Willen.

Christoph erzählt dann Tag für Tag von seinen Erlebnissen, Schwierigkeiten, aber auch Vorteilen, die er durch seine Internetabstinenz erleben musste/durfte. Die größte Schwierigkeit bestand darin, Informationen die man glaubte genau jetzt zu benötigen, zu besorgen.
Fakt ist eine Entschleunigung seines Lebens, da er eben nicht mehr alles (sofort) wissen wollte. Zusätzlich bemerkte er eine Verbesserung seiner Gedächtnisleistung und seiner Aufmerksamkeitsspanne.

Fazit:
ein Buch um über sein eigenes Internet-Junkie-Leben nachzudenken und mit einigen Lachern seinem Herz einen positiven Stoß zu geben

Links:

Buch bei Amazon

Christop Koch auf Twitter

Blog von Christoph Koch

 

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.